Das äußere Erscheinungsbild ist ein einfaches Beispiel dafür, wie messbare Unterschiede auf der Oberfläche die visuelle Wahrnehmung von Farbe und Glanz beeinflussen. Die Auswirkungen der verschiedenen Glanzgrade haben einen großen Einfluss sowohl auf das Produkt als auch auf die Farbe. Die Qualität der beschichteten Oberfläche wird oft durch den Glanz beurteilt. Mangelhafte Beschichtungen oder schlecht ausgehärteten Lacke zeigen eine Vielzahl von unterschiedlichen Glanzgraden....
Das äußere Erscheinungsbild ist ein einfaches Beispiel dafür, wie messbare Unterschiede auf der Oberfläche die visuelle Wahrnehmung von Farbe und Glanz beeinflussen. Die Auswirkungen der verschiedenen Glanzgrade haben einen großen Einfluss sowohl auf das Produkt als auch auf die Farbe. Die Qualität der beschichteten Oberfläche wird oft durch den Glanz beurteilt. Mangelhafte Beschichtungen oder schlecht ausgehärteten Lacke zeigen eine Vielzahl von unterschiedlichen Glanzgraden.
Unterschiedliche Schwerpunkte
Die Glanzbedingungen sind in zwei verschiedene Gruppen aufgeteilt:
Schwerpunkt auf das reflektierte Bild eines Objektes auf der Oberfläche
Schwerpunkt auf das zurückgeworfene Licht von der Oberfläche eines Objekts
Der Schwerpunkt auf das reflektierte Bild ist nochmals unterteilt in:
Glanzgrad
Glanzschleier (Haze)
Bildschärfe (Rspec)
Abbildungsschärfe/Orangenhaut (DOI)
Mit Fokus auf das zurückgeworfene Licht von einer Oberfläche stehen hier im Vordergrund:
lange Wellenlängen
kurze Wellenlängen
Mit Schwerpunkt auf das reflektierte Bild erhalten Sie Imformationen darüber, wie deutlich Objekte reflektiert werden und wie glänzend oder matt der spiegelnde Glanz der Oberfläche erscheinen mag. Hat eine Oberfläche einen hohen Glanzgrad, wirkt sie aber milchig oder zeigt einen Lichthof um das Spiegelbild eines reflektierten Lichtes, ist das ein Anzeichen für „HAZE“ (Glanzschleier).
Diese Begriffe sind in der Norm ´ASTM E 284 Terminology of Appearance´ definiert.
Glanzmessgeräte werden anhand der Einfallswinkel, 20°, 60° und 85° bzw. hoher, mittlerer und niedriger Glanzfläche identifiziert und in der Maßeinheit GU(Glanzeinheiten) ausgedrückt. Alternative Winkel von 45° und 75° werden nur in einigen bestimmten Märkten eingesetzt.
Visuelle Wahrnehmung
Die visuelle Wahrnehmung der Farbe ändert sich unter dem Einfluss Glanz. Um die Farbgleichheit einer Beschichtung zu gewährleisten sollten folgende Parameter durchgeführt werden:
Vergleich mit visuellen Mitteln wie RAL, NCS oder ähnliche Normen oder
Betrachtung der Oberfläche unter verschiedenen Lichtquellen in einer Farbmusterkabine – oder
Messung mit einem Spektralphotometer.
Die Farbe ist abhängig von Ziel drei Aspekten:
spektrale Zusammensetzung (Licht)
Spektrale Reflexion (Spiegelung)
spektrale Empfindlichkeit des Auges.
Licht ist ein Teil des elektromagnetischen Spektrums der Wellenlängen zwischen 400nm und 700nm. Bei einer Wellenlänge von weniger als 400nm spricht man von UV-Licht, beträgt die Wellenlänge mehr als 700nm spricht man von IR-Licht. Das Lichtspektrum reicht von Blau bei 400nm bis Rot bei 700nm. Die Wahrnehmung von Farbe hängt von verschiedenen Lichtquellen ab und ist generell festgelegt auf D (Tageslicht), A (künstliches Licht), Kunstlicht (Leuchtstoffröhren) und UV (Ultraviolett)in der CIE-Norm. Farbmessungen werden mit tragbaren Systemen oder mit Tischgeräten unter Laborbedingungen ausgeführt. Mit Hilfe von CIE-Werten werden in Farblaboren Muster erstellt. Der Farbunterschied in DeltaE ist ein Messwert, um Farbunterschiede im laufenden Produktionsprozess zu definieren.